DIE GERECHTEN


 
Albert Camus
DIE GERECHTEN

Inszenierung: Jan Steinbach; Ausstattung: Franz Dittrich
Mit: Doris Lehner, Richard Hucke, Andreas Kunz, Frank Musekamp

Im Februar 1905 plante eine Gruppe von Terroristen, Mitgliedern der Partei der Sozialrevolutionäre, ein Bombenattentat auf den Großfürsten Sergej, den Onkel des Zaren. In Die Gerechten greift Camus den historischen Stoff auf, um Sinn und Konsequenzen des «gerechten Mordes» zu untersuchen. Auch die radikale revolutionäre Tat ist nur in den Grenzen menschlichen Handelns zu rechtfertigen. Die Täter müssen ihren eigenen Tod akzeptieren, wenn sie diese Grenzen überschreiten und für ein Ideal zu Mördern werden.

Albert Camus selbst schreibt: „So außergewöhnlich manche der in diesem Stück
gezeigten Situationen wirken möchten, so sind sie doch historisch. Das soll nicht
heißen, Die Gerechten wäre ein historisches Stück, das wird man feststellen können.
Doch alle Figuren haben gelebt und haben gehandelt, wie ich sie zeige. Ich habe nur
versucht, wahrscheinlich zu machen, was bereits wahr ist.“

Dauer: 1h 40 Min