HAUS

Eurotheater Central BonnEurotheater Central Bonn
Fotos: Klaus Pawlak
 
 
Das Zimmertheater, das in der Nachkriegszeit aus Raumnot entstanden war, wurde von Claus Marteau zur Kunstform erhoben. Das Theater der Kleinen Form ist ein Ort der persönlichen Begegnung und des interkulturellen Austauschs. Das Euro Theater Central Bonn hat nach Anfangsjahren im Kaufhof, in der Gaststätte Igel und in der Buchhandlung Montanus im reizvollen Ambiente eines denkmalgeschützten Patrizierhauses der Bonner Innenstadt eine aus dem Kammerspiel bezogene Variante des intimen Einraumtheaters entwickelt.

„Seit 32 Jahren macht das von Claus Marteau gegründete Haus mit wenig Geld viel Theater. Die Inszenierungen von Patrick Süskinds „Kontrabaß“ und Sartres „Geschlossene Gesellschaft“ – seit 30 Jahren auf dem Spielplan – sind legendär. Allerhöchstens 50 Zuschauer können sich darüber wundern, was sich auf einer 38 Quadratmeter kleinen Bühne so alles anstellen läßt. Die bewegliche Podesterie macht es möglich: Ob längs, ob quer oder Guckkasten, das Publikum fühlt sich mittendrin im dramatischen Geschehen.“ (General-Anzeiger)

„Es gehört mit Sicherheit mit zu den ältesten betriebenen Theatern in unserem Lande. Der Begriff freie Szene war noch gar nicht geprägt, da gab es ein paar Theateridealisten, die sich aufmachten auf eigenen Faust ihre Form von Theater zu präsentieren. Überlebt haben von diesen Bühnen der privaten Gründerzeit nur zwei, Helmut Gahmann in Essen und Gisela Pflugradt-Marteau mit ihrem Theater. […] Schon in frühen Jahren begann man Kontakt und Dialog zu internationalen Künstlern aufzunehmen. Das ‘Euro Theater Central Bonn’ hat hierin seinen Ursprung. Toleranz und kultureller Austausch prägen den Spielplan dieses kleinen aber ungemein kreativen Theaters.“ (theater pur)